Nach 400 Kilometern streigte mitten auf der Autobahn das Auto. Andreas und seine Eltern, die ihn dieses Mal begleiteten, konnten sich gerade noch auf den nächsten Parkplatz retten. Die Lichtmaschine war ausgefallen! Der Start schien in weiter Ferne. Nach einer Stunde auf dem Parkplatz kam der Abschleppdienst und stellte fest, dass es mit dem eigenen Auto wohl nicht weiter gehen würde. Kurzer Hand sprachen seine Mutter und er Leute auf dem Parkplatz an, ob diese ihn zu dem Wettkampf fahren könnten, da das Auto kaputt sei. Eine Frau aus Hannover kam der Bitte entgegen. So kam Andreas gerade mal eine Stunde vor Wettkampfbeginn im Stadion an. Hektisch holte er die Startunterlagen, ging nochmal auf das Klo und fing mit dem Warmmachen an. Eigentlich keine optimale Vorbereitung. Daher ist es umso erstaunlicher, was Andreas aus dieser Situation machte.
Um 16:03 Uhr riefen die Starter die Athleten zur Überprüfung der Namen. Zur selben Zeit kamen die Eltern von Andreas, die ein Mietwagen bekamen, an und konnten den Lauf glücklicher Weise noch anschauen. Dann fiel der Startschuss für die 1000m. Andreas sortierte sich an der dritten Stelle ein, wurde aber auf der Gegengeraden auf Platz 5 zurückgereicht. Die 400m-Durchgangszeit lag ca. bei einer Zeit von 54-55 Sekunden. Immer noch auf Platz 5 passierte Andreas die 800m nach 1:52-1:53 Minuten. Auf der Zielgeraden zündete Andreas seinen gefürchteten Endspurt und konnte sich noch auf Platz 3 vorarbeiten. Der Platz war aber Nebensache, die Zeit stand im Vordergrund. Und diese war eine unglaubliche 2:22,15 Minuten. Damit verbesserte Andreas den 45 Jahre alten Landesrekord von Schleswig-Holstein um fast 3,5 Sekunden.
Redaktionsteam
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erstellt am 14.06.2010